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Korbflechten

Die Weiden der Korbweidenkulturen, sogenannte Weidenruten, fanden als Binde- und überwiegend Korbweiden Verwendung. Bindeweiden wurden meistens in Gärtenereien und Weinbaubetrieben gebraucht, Die Art der Verarbeitung und Verwendung von Korbweiden war sehr vielfältig. Man unterscheidet die graue oder grüne und die weiße Verarbeitung. Bei der grauen oder grünen Verarbeitung werden aus ungeschälten Korbweiden Packkörbe hergestellt, die zum Transport von Fischen, Kohlen, landwirtschaftlichen und gärtnerischen Produkten verwendet wurden, auch als Packmaterial für Glasballons und Blechdosen in der chemischen Industrie. Bei der weißen Verarbeitung benutzte man geschälte oder weiße Weiden und unterschied geschlagene, feine Arbeit oder Gestellarbeit. Die geschlagene Arbeit umfaßte Gebrauchskörbe, wie bei der Grün- oder Grauarbeit, aber von höherm Wert, wie Wasch-, Schließ-, oder Handtragkörbe. Schon früher als das Bandreißergewerbe entwickelte sich die Korbflechterei in der Marsch; nahezu gleichzeitig zeichnete sich um 1960 der Niedergang dieser Gewerbszweige ab. Ausschlaggebend für den Einbruch der Korbmacherei war der vermehrte Einsatz von Kunststoff und Holz. Die damals noch im Rentenalter tätigen Korbflechter hatten sich auf privaten Bedarf umgestellt, zum Beispiel auf Storchennesterunterlagen und was an privater Nachfrage sonst so gefragt wird. Im Jahr 2014 hat der letzte Korbflechter sein Handwerk aus Altersgründen endgültig aufgegeben.


Hier entsteht ein handgeflochtener Korb. Heinrich Jürgs aus Hohenhorst zeigt beim Tag der offenen Tür vom Verein für Sammlung das alte Handwerk. Anmerkung: Heinrich Jürgs hat sein Handwerk inzwischen aus Altersgründen aufgegeben.

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